KPM Berlin
KPM Porzellan, Geschirr und Vasen für Tisch und Zuhause
Berlin kann ziemlich laut sein. Sein Porzellan beherrscht auch die leisen Töne. Seit 1763 verbindet die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin Handwerkskunst mit einer Formensprache, die vom Klassizismus bis zu klaren, modernen Entwürfen reicht. Bei LIVOSY findet ihr ausgewähltes KPM Berlin Porzellan aus den Kollektionen KURLAND, LAB, COLORS of BERLIN, HALLE, FIDIBUS und TROMPETENFORM: von Speisetellern, Schalen und Bechern über Geschirr-Sets und Lunchboxen bis zu Vasen für den Raum.
Ein königliches Zepter, das geblieben ist
Die Geschichte von KPM Berlin beginnt 1763, als Friedrich der Große die Porzellan-Manufaktur übernahm, ihr den Namen Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin gab und das königliche Zepter zu ihrem Zeichen machte. Der König wurde zugleich einer ihrer wichtigsten Auftraggeber und ließ zahlreiche Tafelservice für seine Schlösser anfertigen. Aus dieser Verbindung von Kunst, Handwerk und Tafelkultur entwickelte sich eine Manufaktur, deren Entwürfe unterschiedliche Epochen der Gestaltung bis heute sichtbar machen.
Das kobaltblaue Zepter ist dabei weit mehr als ein hübsches Detail auf der Unterseite. Bevor ein Porzellanprodukt dieses Markenzeichen erhält, durchläuft es zahlreiche Arbeitsschritte und Qualitätskontrollen. KPM Berlin fertigt nach eigenen Angaben bis heute fast ausschließlich in Handarbeit am Berliner Manufakturstandort. An einer weißen Kaffeetasse arbeiten beispielsweise 25 Menschen über insgesamt 14 Tage; 29 Herstellungsschritte und zehn manuelle Kontrollen liegen zwischen Porzellanmasse und fertigem Stück. Der Aufwand bleibt meist unsichtbar. Genau das macht ihn interessant.
KURLAND zeigt, wie gut 1790 altern kann
Zu den bekanntesten KPM Kollektionen gehört KURLAND. Peter von Biron, Herzog von Kurland, beauftragte die Manufaktur 1790 mit einem Tafelservice. Seine klassizistische Form und das charakteristische Relief mit Eierstab, Tuchgehängen und Perlrand prägen die Kollektion bis heute. Bei LIVOSY findet ihr KURLAND unter anderem als Speise- und Dessertteller, Schalen, Becher und To-Go-Produkte.
Gerade darin zeigt sich eine Stärke von KPM Berlin: Historische Formen werden nicht automatisch zu Museumsstücken. Ein weißer KURLAND Teller kann Teil einer klassischen Tafel sein und ebenso selbstverständlich neben zeitgenössischen Gläsern oder Besteck stehen. Auch der KURLAND Coffee To-Go Becher und die Lunchbox übertragen das Relief in einen deutlich jüngeren Kontext. Klassizismus auf dem Weg zum Kaffee. Friedrich der Große hätte vermutlich Fragen gehabt.
Porzellan darf auch Gegenwart können
Wer KPM Berlin vor allem mit klassischem weißem Porzellan verbindet, sieht nur einen Teil der Manufaktur. LAB übersetzt die Ästhetik von Laborporzellan in eine reduzierte Kollektion für die moderne Küche. Die 2015 von Thomas Wenzel entworfene Serie umfasst klare Teller, Schalen und Becher und setzt Funktion und Form bewusst eng zusammen.
COLORS of BERLIN bringt Farbe ins Sortiment, während HALLE eine andere Facette der Designgeschichte aufgreift. Die Vasengruppe HALLE wurde 1930 von Marguerite Friedlaender-Wildenhain entworfen und steht mit ihrer klaren Linienführung und ihren geometrischen Proportionen in der keramischen Tradition der Bauhauszeit. FIDIBUS und TROMPETENFORM erweitern diese Auswahl um Vasen, bei denen Porzellan selbst zum Wohnobjekt wird. So kann KPM sehr klassisch aussehen. Muss es aber nicht.
Vom Frühstück bis zum Dinner, ohne Ehrfurchtsabstand
KPM Geschirr ist trotz seiner Manufakturgeschichte nicht grundsätzlich für die Vitrine gedacht. Gerade weißes Porzellan aus Serien wie KURLAND und LAB verbindet eine lange beziehungsweise designhistorisch geprägte Formensprache mit Eigenschaften für den täglichen Gebrauch. KPM gibt für zahlreiche weiße Porzellanprodukte dieser Kollektionen ausdrücklich an, dass sie spülmaschinengeeignet und teilweise auch mikrowellengeeignet sind. Entscheidend bleiben immer die Pflegehinweise des konkreten Artikels, insbesondere bei Dekoren oder besonderen Ausführungen.
Für ein alltagstaugliches Service bietet LAB eine besonders reduzierte Ästhetik. KURLAND ist interessant, wenn ihr eine deutlich klassischere Form sucht, die sich trotzdem in einen modernen Tisch integrieren lässt. Speiseteller, Frühstücksteller, Pastateller, Bowls und Schalen lassen sich dabei schrittweise ergänzen. Ein komplettes Service muss schließlich nicht an einem Dienstagmorgen beschlossen werden.
Blumen optional, gute Form nicht
KPM Berlin Vasen funktionieren auch ohne großes Arrangement als eigenständige Designobjekte. Im LIVOSY Sortiment findet ihr unter anderem Formen aus HALLE, FIDIBUS, TROMPETENFORM und LAB. Dadurch reicht die Auswahl von historisch geprägten Entwürfen bis zu deutlich reduzierteren Formen.
Als Geschenk ist deshalb weniger die Frage entscheidend, welche KPM Vase allgemein „die beste“ ist, sondern welcher Entwurf zum Menschen und zum Raum passt. Ein Set aus kleineren Vasen bietet Spielraum für wechselnde Arrangements, während eine einzelne größere Form stärker als Solitär wirkt. Für modernes Wohndesign sind vor allem klare Silhouetten interessant, weil das weiße Porzellan mit Holz, Glas, Metall und unterschiedlichen Farbwelten kombiniert werden kann, ohne den Raum gestalterisch festzulegen.
Eine lebendige Tradition, die geblieben ist
Nur wenige Porzellanmanufakturen in Deutschland fertigen heute noch mit einem vergleichbaren Anspruch an Handwerk, Gestaltung und Beständigkeit. KPM Berlin gehört zu diesen Häusern. Seit 1763 verbindet die Berliner Manufaktur historische Formen, überliefertes Wissen und zeitgenössische Entwürfe – von klassizistischen Kollektionen wie KURLAND über die klassische Moderne von HALLE bis zu den reduzierten Formen von LAB.
Gerade diese Verbindung macht KPM Berlin interessant: Porzellan entsteht hier nicht als reine Reminiszenz an vergangene Zeiten, sondern als Teil einer lebendigen Tisch- und Wohnkultur. Die Stücke erzählen von Berliner Designgeschichte und lassen sich zugleich selbstverständlich in den heutigen Alltag integrieren. Vielleicht liegt genau darin die besondere Qualität einer Manufaktur, die geblieben ist.
KPM Berlin bei LIVOSY
Bei LIVOSY haben wir KPM Berlin so ausgewählt, dass sich die unterschiedlichen Seiten der Manufaktur entdecken lassen. Unser aktuelles Sortiment umfasst Henkel- und Kaffeebecher, Speiseteller, Dessert- und Frühstücksteller, Pastateller, Schalen, Schüsseln und Bowls, Geschirr-Sets, Becher ohne Henkel, Lunchboxen sowie Vasen aus COLORS of BERLIN, TROMPETENFORM, KURLAND, FIDIBUS, HALLE und LAB.
Ihr könnt mit einem einzelnen Becher beginnen, ein bestehendes Geschirr um KPM Porzellan ergänzen oder eine Serie Stück für Stück aufbauen. Tischkultur muss schließlich kein fertiges Konzept sein. Viel interessanter wird sie, wenn Dinge mit der Zeit zusammenfinden.